Robert Prosser

Gemma Habibi

Basierend auf dem gleichnamigen Roman
An den Drums: Lan Sticker

Die Performance folgt einem losen, möglichst offenen Format. Dadurch kann sie mit lokalen Schauspieler*innen und/oder (Amateur-) Boxer*innen überall aufgeführt werden, nach einer kurzen Probe angepasst an den Ort und dessen jeweilige Bühnensituation.

Mit oder ohne Ring, Schatten, Scheinwerfer - fix sind nur die Springschnüre, Stickers Schlagzeugspiel und Prossers Stimme. Ähnlich einem Boxkampf entsteht das Stück aus dem Moment, es ist fluide, schnell und von anarchistischer Energie.

Im Oktober 2020 wurde die Performance als Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum und dem Goethe-Institut Bukarest am Deutschen Staatstheater Temeswar (Rumänien) gezeigt.
Die beiden Schauspieler*innen Olga Török und Richard Hladik ließen sich auf das Experiment ein und improvisierten gemeinsam mit Prosser und Sticker folgendes:

Die Rhythmen sind jazzig bis knallhart, die Geschichte ist mitreißend und zugleich ein Porträt unserer Zeit: In Syrien wütet Krieg, Flüchtlinge erreichen Europa, die Gesellschaft gerät in Aufruhr. All das streift das Leben von Lorenz, der bei einer Box-Meisterschaft antritt und sich einen Titel erhofft.

Das Publikum erwartet eine ungewöhnliche Verbindung von Literatur und Musik, durch Atem und Sprache getaktet, gerappt und gesungen, das Schlagzeugspiel ist virtuos und scheut auch nicht vor Improvisation zurück. Eine dichte, intensive Performance über Obsession und Freundschaft, Engagement und Aufbruch - und über die Ausnahmeerfahrung, die im Ring möglich wird.